Hybrid-Frontend: Funktionsintegration und leichtfließendes PA

Hybrid-Frontend: Funktionsintegration und leichtfließendes PA

Beim Design des Hybrid-Frontend für den Kuga stand der Leichtbau möglicherweise gar nicht im Vordergrund. Dennoch ist es den Entwicklern gelungen durch Funktionsintegration, Topologieoptimierung und die Auswahl der Werkstoffe – ein leichtfließendes Polyamid 6 mit GF (Durethan BKV30H2.0EF von Lanxess) – einiges an Gewicht einzusparen. Produzent und Entwickler sowohl des Trägers als auch des komplett montierten Frontendmoduls ist das Unternehmen Montaplast, ein global agierender Systemlieferant der Automobilindustrie.

Die Hauptaufgabe der Hybridkonstruktion besteht darin, die Kühlsysteme zu tragen und in Position zu halten. In den Träger sind zudem zahlreiche weitere Funktionen integriert – so etwa Führungen, Aufnahmen für den Verstellantrieb und Befestigungselemente.

„Unseren Entwicklungsingenieuren ist es gelungen, alle diese Elemente, Funktionen und Schnittstellen funktions- und belastungsgerecht zu integrieren.“
(Horst-Dieter Haltrich, Teamleiter Produktentwicklung,Montaplast)

Leichtfließend eingestellte Thermoplaste sind zwar meist etwas teurer als vergleichbare Standardmaterialien, doch bieten sie Vorteile, die sich am Ende in puncto Verarbeitung, Fertigungskosten und Designfreiheit auszahlen. Durch die hohe Fließfähigkeit des Polyamid 6 sind Bauteilbereiche mit filigranen Geometrien dünnwandiger auslegbar.

„Die Wanddicke konnte in den weniger belasteten Bereichen um rund 20 Prozent verringert werden. Gegenüber einem Standard-Polyamid 6 gleichen Glasfasergehalts resultiert daraus eine relevante Gewichtsersparnis.“
(Ulrich Dajek, Experte für Hybridkonstruktionen bei Lanxess)


Quelle und weitere Infos: Lanxess, K-Zeitung

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