Laserschneiden mit Druckluft senkt Kosten im Hotforming

Leichtbau auf den Punkt: Das wirtschaftlichere Laserschneiden pressgehärteter Karosseriestrukturen senkt im Hotforming die Prozesskosten und stabilisiert einen kostenkritischen Fertigungsschritt im automobilen Leichtbau.


Um die Fertigungskosten beim Laserschneiden von Hotforming-Bauteilen für sicherheitsrelevante Karosseriestrukturen zu senken, kombiniert der Laserspezialist Trumpf eine neue Schneiddüse mit einer neuen Faserlasergeneration und der Strahlformungstechnologie BrightLine Speed. Beim Schneiden mit Druckluft statt Stickstoff sinken die Schneidgaskosten um 75 Prozent. Insgesamt reduzieren sich die Teilekosten nach Unternehmensangaben um bis zu 20 Prozent.

Der wesentliche Hebel liegt beim Schneidgas. Druckluft galt bisher als günstige, aber im Dauerbetrieb weniger robuste Alternative zu Stickstoff. Mit der X-Blast-2.0-Düse und BrightLine Speed lässt sich Druckluft nun auch im 24/7-Betrieb hochproduktiver 3D-Laserschneidmaschinen für Hotforming-Bauteile einsetzen. BrightLine Speed erhöht die Schnittgeschwindigkeit trotz geringerer Laserleistung und senkt zugleich den Schneidgasverbrauch.

„Energiekosten, teures Schneidgas und ungeplante Stillstände treiben die Teilepreise beim Hotforming nach oben. Trumpf bietet nun eine Lösung, die genau hier ansetzt. Mit der Kombination aus neuer Schneiddüse, neuer Faserlasergeneration und bewährter Strahlformungstechnologie ermöglichen wir ein effizientes Laserschneiden von Hotforming-Teilen, das unsere Kunden noch wettbewerbsfähiger macht.“
Ralf Kohllöffel, Produktmanagement 3D-Systeme, Trumpf

Hinzu kommt eine höhere Prozessstabilität. Die neue Düse vergrößert den Abstand zwischen Düse und Blech auf mehrere Millimeter und reduziert damit das Risiko von Kollisionen beim Schneiden. In Tests liefen die Düsen mehr als drei Monate ohne Tausch. Bei den bisher eingesetzten X-Blast-Standarddüsen lag die typische Lebensdauer bei nur wenigen Tagen. Das senkt Stillstände und Serviceeingriffe in einem Fertigungsschritt, der für pressgehärtete Karosseriestrukturen kostenkritisch ist.

Die neue Faserlasergeneration reduziert zusätzlich den Strombedarf der Strahlquelle. Weil zugleich weniger Laserleistung nötig ist, sinkt auch der Energieeinsatz pro Bauteil. Damit zielt die Lösung auf eine energieeffiziente, wirtschaftlichere Fertigung hochfester Strukturteile im automobilen Hotforming.

Bild oben: Kern der Lösung für das wirtschaftlichere Laserschneiden von Hotforming-Bauteilen ist eine neue Schneiddüse.(Quelle: Trumpf)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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