Leichtes Vakuum-Greifersystem ermöglicht höhere Nutzlast von Robotern

Leichtes Vakuum-Greifersystem ermöglicht höhere Nutzlast von Robotern

Das Unternehmen Nonnenmann hat ein Leichtbau-Vakuum-Greifersystem aus Kunststoff auf den Markt gebracht, das ein bis zu 50 Prozent geringeres Eigengewicht im Vergleich zu bisherigen Aluminium-Systemen auf die Waage bringt. Die Materialauswahl Kunststoff (PA6/PA6.6) mit 30 bis 50 Prozent Glasfaseranteil macht die Greiferbauteile zum einen stabil, steif und widerstandfähig, aber auch 50 Prozent leichter als herkömmliche Systeme aus Aluminium. Durch Standardisierung und die Materialauswahl ist das System trotz Leichtbau sogar bis zu 30 bis 40 Prozent kostengünstiger als vergleichbare Aluminiumsysteme.

Die Greiferbauteile sind dauerhaft temperaturbeständig bis 100°C, wobei kurzfristig auch bis zu 180°C möglich sind. Der Leichtbau führt hier zu einer geringeren Arbeitslast für Roboter und Achsen, wodurch höhere Nutzlasten oder Achsgeschwindigkeiten in der Praxis möglich sind. Durch das geringe Eigengewicht der Kunststoffbauteile eignen sich diese Handlingssysteme besonders für kleine Roboter, denen somit mehr Tragfähigkeit für die zu greifenden Artikel zur Verfügung steht. Als weiterer Vorteil der Kunststoff-Greifer ist zu nennen, dass  versehentliche Kollisionen mit dem Spritzgießwerkzeug in der Regel zu keinerlei Beschädigungen an der teuren Artikelkontur führt.

Das Greifersystem eignet sich für Kunststoffspritzgießer unter anderem aus den Branchen Automobil-, Elektro- und Lebensmittelindustrie sowie Maschinenbau, Medizintechnik und Verpackungsindustrie. Durch den Haftgriff mittels Pneumatik/Vakuum lassen sich spritzgegossene Kunststoffbauteile besonders schonend aus der Maschine entnehmen und weiterverarbeiten. Es ist mit den meisten am Markt gängigen Systemen kombinierbar. Bereits vorhandene Systeme lassen sich mit Adapterplatten und den darauf vormontierten Endeffektoren und Greifern erweitern.

Bild oben: Das Leichtbau-Vakuum-Greifersystem ermöglicht in der Automatisierung höhere Achsgeschwindigkeiten und Nutzlasten für Roboter. (Quelle: Nonnenmann)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung, Plasticker, K-Zeitung

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