Schnelles additives Fertigungsverfahren für Aluminium

Ford Motor und ExOne haben ein 3D-Druckverfahren für 6061-Aluminium entwickelt, das erheblich schneller sein soll als der herkömmliche Laser-3D-Druck. Die Eigenschaften des neuen Verfahrens zum Binder-Jetting-3D-Drucken und Sintern von Aluminium seien demnach mit dem Druckgießen vergleichbar.

Das neue Verfahren werde Ford helfen, komplexe Bauteile für den Leichtbau, die speziell für die additive Fertigung konzipiert wurden, zu wirtschaftlichen Kosten herzustellen. Zugleich können Größe und Gewicht der Bauteile verringert und die Effizienz des gesamten Prozesses verbessert werden. Das Verfahren ist zum Patent angemeldet.

„3D-gedruckte und gesinterte Bauteile sind für die Automobilbranche ein echter Durchbruch. Hochgeschwindigkeits-3D-Druck mit Aluminium ebnet auch den Weg für weitere neue Möglichkeiten.“
Harold Sears, Technischer Leiter für additive Fertigung bei Ford

Die Technologie beruht auf dem Binder-Jetting-Verfahren, das als schnellste Methode im 3D-Metalldruck betrachtet wird. Dabei wird per Tintenstrahldrucker schnell Bindemittel auf eine dünne Schicht pulverförmiger Partikel, wie Metall, Sand oder Keramik, aufgebracht. Das Bauteil wird so in einzelnen Schichten aufgebaut. Um die gebundenen Metallpartikel miteinander zu verschmelzen wird das Bauteil abschließend gesintert. Das Sinterverfahren für Edelstahl ist zwar gut bekannt, aber hohe Dichten von mehr als 99 Prozent sind ein Industriedurchbruch für Aluminium.

Bild oben: Motorblock-Modell aus Aluminium 6061 produziert mit dem neuen Verfahren zum Binder-Jetting-3D-Drucken und Sintern. (Quelle: ExOne)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung, Businesswire

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