3D-Druck für die Luftfahrt: Time-to-Market drastisch verkürzen

3D-Druck für die Luftfahrt: Time-to-Market drastisch verkürzen

Den zwei- bis dreijährigen Konstruktions- und Testaufwand für ein Bauteil auf sechs bis neun Monate zu verkürzen, verspricht eine neue kombinierte Lösung von Hexagon Manufacturing Intelligence und Stratasys. Konkret soll damit die Time-to-Market 3D-gedruckter Kunststoffkomponenten für Luft- und Raumfahrtbranche deutlich beschleunigt werden. Die Zeiteinsparungen resultieren aus einer Kombination von Virtual Engineering und Fertigung.

Weitere Vorteile dieser Lösung: verbesserte Sicherheit, kürzere Time-to-Market, besseres Material- und Prozessverständnis sowie ein nachhaltiges Leichtbau-Design.

„Die Luft- und Raumfahrtindustrie geht bei Leistung und Innovation kontinuierlich an die Grenzen des Machbaren. Das Vertrauen in die Leistung additiv gefertigter Bauteile beschränkt ihre Anwendung meist auf hochspezialisierte Metallteile. Die Partnerschaft mit Stratasys verkürzt die Konstruktions- und Testphasen, erweitert das Verständnis des Verhaltens von Kunststoffen und beschleunigt so den Innovationsprozess im gesamten Sektor.“
Guillaume Boisot, Leiter des ICME, Hexagon Manufacturing Intelligence Division

Für den Hochtemperaturwerkstoff Ultem 9085 von Stratasys können Anwender Hexagons Modellierungssoftware Digimat nutzen, um die Leistung der Bauteile zu prognostizieren. Der Werkstoff eignet sich für Innenausstattungen von Flugzeugen, beispielsweise Halterungen, Teile für Kabelführungen, Abdeckungen und Leitungskomponenten, die für die Zertifizierungsanforderungen – Entflammbarkeit und Toxizität – unerlässlich sind.

„Die Herausforderung, sowohl komplexe Bauteile leichter zu gestalten als auch geringe Stückzahlen wirtschaftlich zu produzieren, war entscheidend für die Luft- und Raumfahrtbranche, den 3D-Druck in die Fertigung einzuführen. Damit etabliert sich der Sektor in Bezug auf diese Technologie als Vorreiter. Dies bedeutet auch, dass sie als erste Branche eine Reihe von Herausforderungen erkannt hat. Eine der wichtigsten ist der Bedarf an digitalen Werkzeugen, die Vertrauen in 3D-gedruckte Bauteile schaffen. Unsere Partnerschaft mit Hexagon ist ein großer Fortschritt bei der Lösung dieses Problems, da sie den Ingenieuren im Vorfeld des 3D-Drucks dieselben Informationen zur Verfügung stellt, die sie auch bei herkömmlichen Verfahren haben.“
Scott Sevcik, Vice President des Geschäftsbereichs Luft- und Raumfahrt für Stratasys

Ultem 9085 ist ein flammenhemmender Hochleistungsthermoplast mit hohem Festigkeits-/Gewichtsverhältnis, sehr guter Hitzebeständigkeit sowie hoher Stoßfestigkeit und weist die für die Luftfahrt-Zertifizierung unabdingbaren Flamm-, Rauch- und Toxizitätseigenschaften (FST) auf. Mit der Materialmodellierungssoftware können Ingenieure prüfen, wie sich dieses Material mechanisch in einem Produktdesign verhält, wenn es mit zwei kompatiblen Druckern gedruckt wird.

Digimat kann das Bauteilverhalten voraussagen, wenn die Teile auf zugelassenen Stratasys-Druckern mit diesem Werkstoff gefertigt wurden. Zugrunde liegt ein präzises virtuelles Materialmodell. Die Prozesssimulationsfunktionen der Software unterstützen Hersteller dabei, Fehler wie das Verziehen eines Bauteils zu vermeiden. Außerdem können so Druckzeit und Materialkosten für die proprietären Druckerwerkzeugwege dieser Maschinen für optimale Ergebnisse geprüft werden.


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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