Das Kunststoff-Zentrum SKZ hat gemeinsam mit dem Unternehmen Entex Rust & Mitschke ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bipolarplatten für Wasserstoff-Brennstoffzellen entwickelt. Ziel des Projekts war das Entwickeln eines kontinuierlichen Direktextrusionsverfahrens zur Herstellung von Bipolarplatten für Hochtemperatur-Wasserstoffbrennstoffzellen. Diese Platten bestehen aus einem hochgefüllten Epoxidharz-Compound mit Graphit und Ruß und müssen sowohl thermisch als auch elektrisch leitfähig sowie gasdicht sein.
„Die Direktextrusion hochgefüllter Materialien für Brennstoffzellen-Bauteile eröffnet völlig neue Wege in der Produktion – effizient, kostengünstig und mit überzeugender Leistungsfähigkeit. Genau solche Entwicklungen brauchen wir, um die Brennstoffzellentechnologie für den Massenmarkt fit zu machen.“
Frederik Hellert, Projektleiter, Vernetzte Materialien, SKZ
Im Ergebnis stand die Erkenntnis, dass extrudierte Platten mit einem Füllgrad von 80 Gewichtsprozent nach dem Pressen eine ausreichend hohe Leitfähigkeit aufweisen, die sich durch den gezielten Zusatz von Ruß nochmals deutlich steigern ließ.
Gleichzeitig gelang es, mechanisch stabile und dichte Platten auch im kontinuierlichen Extrusionsprozess herzustellen. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für eine wirtschaftlichere und reproduzierbare Produktion – ein wichtiger Schritt für den künftigen Serieneinsatz von Brennstoffzellentechnologien.
Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und im August 2025 abgeschlossen und startete im September 2023
Bild oben: SKZ-Projekt optimiert Fertigungsverfahrens für Bipolarplatten. (Quelle: Luca Hoffmannbeck, SKZ)
Leichtbau auf den Punkt: Direktextrudierte Bipolarplatten aus Kunststoff ermöglichen die serientaugliche Fertigung leichter Brennstoffzellenkomponenten – relevant für Energie- und Mobilitätsanwendungen.
Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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