Solarstrom vom „schwachen“ Fabrikdach – dank Leichtbau

Auf dem Dach der neuen Corex-Fabrik in Belgien installierte der PV-Hersteller Aiko ein Solarsystem der neuesten Generation. Die Traglast des Dachs lag bei nur 5 kg / qm – eine Herausforderung für die gewünschte Photovoltaik.

Gelöst wurde dies duch die leichten N-Type ABC Nebular-Module, die nur 4,3 kg/m² wiegen. In Kombination mit einem besonders leichten Montagesystem (unter 0,7 kg/m²) konnten die Sicherheitsgrenzen des Daches einhalten werden.

Dank des höheren Wirkungsgrads der Module erreichte die Anlage 15 Prozent mehr Kapazität im Vergleich zu geklebten PV-Modulen. Auch die Wärmeableitung erwies sich als besser: Bei der gerahmten Montage blieb ein Lüftungsspalt zwischen Dach und Modul, was die Temperaturleistung verbesserte. Und durch die Verwendung einer geschraubten statt einer geklebten Unterkonstruktion stellte das ausführende Unternehmen Enerdeal die strukturelle Integrität sicher und vermied das Risiko von Mikrorissen, das häufig mit klebstoffbasierten Systemen verbunden ist.

Im Vergleich zu geklebten PV-Modulen liefert die Anlage:

  • +15 Prozent höhere CO₂-Reduktion (61.114 t vs. 52.900 t)
  • +18 Prozent höhere Eigenproduktionsquote (85 % des Jahresbedarfs gedeckt)
  • +26 Prozent höhere Lebensdauerproduktion (13,6 GWh vs. 10,7 GWh)

Bemerkenswert an diesem Projekt ist aber nicht die Anlage selbst, sondern die Botschaft: Dank Leichtbau können selbst Dächer mit strengen technischen Grenzen ihren Beitrag zur Energiewende leisten.

Bild oben: Wie ein neuartiges Leichtbau-Modul die Solaranlage auf dem Fabrikdach von Corex ermöglichte. (Quelle: Aiko)


Leichtbau auf den Punkt: 

Leichtbau-Solarmodule und eine besonders leichte Montagekonstruktion ermöglichen PV-Anlagen selbst auf statisch kritischen Industriedächern mit unter fünf Kilogramm Traglast.


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung 

Comments are closed, but trackbacks and pingbacks are open.