Must-have-Gadget für Leichtbau-Fans: Carbon-Smartphone

Must-have-Gadget für Leichtbau-Fans: Carbon-Smartphone

Ein Berliner Start-up hat das erste Carbon-Smartphone entwickelt. Das Carbon 1 MKII von Carbon Mobile ist leichter als eine Tüte Kartoffelchips.

„Das in Deutschland designte und entwickelte Carbon 1 MK II treibt die Miniaturisierung und Nachhaltigkeit bei vernetzten Geräten voran, indem es erstmals Kunststoffe und Aluminium durch fortschrittliche Verbundwerkstoffe ersetzt.“
Firas Khalifeh, Geschäftsführer von Carbon Mobile

Ausgangsmaterial zur Herstellung des Gehäuses ist Tepex dynalite von Lanxess, ein thermoplastischer Faserverbundkunststoff. Der Thermoplast ist mit einem Gewebe aus sehr feinen, sogenannten 1K-Endloscarbonfilamenten verstärkt. Nun galten Smartphones bislang nicht als idealer Anwendungszweck für CFK, da sich das Material elektromagnetisch abschirmend verhält und als Gehäuse eingesetzt Funksignale blockiert.

In einem speziellen Prozess, der patentierten HyRECEM-Technologie (Hybrid Radio Enabled Composite Material), vereint das Berliner Startup Carbonfasern mit einem Composite-Material, das Radiofrequenzsignale hindurchlässt. Zusätzlich wird eine spezielle 3D-Bedruckung aus leitfähiger Tinte aufgebracht. Das Resultat ist ein „funkfähiges“ Carbonfaser-basiertes Material, das zu weniger als 5 Prozent aus Kunststoff besteht.

Das sehr steife Gehäuse ist in Monocoque-Bauweise als einteilige Schale konstruiert. Dies leistet einen entscheidenden Beitrag zu den dünnen Wanddicken und dem niedrigen Gewicht des Smartphones und ermöglicht zudem Miniaturisierungen. Denn die Gehäuseinnenseite kommt ohne sperrige, platzraubende Verstärkungen aus.

„Unser hochinnovatives Monocoque-Design ergibt ein Gerät, das nur 125 g wiegt und damit ein Drittel leichter ist als herkömmliche Smartphones. Mit nur 6,3 mm ist es außerdem 25 % dünner.“
Firas Khalifeh, Geschäftsführer von Carbon Mobile

Im neuen Smartphone kommen wo immer möglich recyclingfähige Materialien zum Einsatz. Auch das neue Gehäusematerial lässt sich schreddern und wieder als Ausgangsmaterial für Bauteile aus faserverstärktem Kunststoff nutzen. Um die Lebensdauer zu erhöhen, ist das Smartphone so ausgelegt, dass alle Komponenten für Reparaturen problemlos ausgetauscht werden können.


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

Firmenland

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