Tür des Bioconcept-Car wird noch nachhaltiger

Die Tür des Bioconcept-Car erhält einen noch höheren Anteil an biobasierten Fasern. (Quelle: Fraunhofer WKI)

Gemeinsam mit Porsche Motorsport und Four Motors hat das Fraunhofer-Institut für Holzforschung Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) für das Pilotfahrzeug Bioconcept-Car unter anderem eine Verbund-Fahrzeugtür entwickelt, bei der Carbonfasern durch Naturfasern als Verstärkungsmaterial ersetzt wurden. Nun soll das Konzept ausgeweitet und der Anteil an nachwachsenden Rohstoffen erhöht werden.

Dafür entwickeln die Partner eine Fahrzeugtür, bei der der Anteil biogener Fasern und Harze 85 Prozent am Gesamtverbund einnehmen soll. Deshalb sollen auch die verwendeten Harz-Härter-Mischungen und Lacksysteme biobasiert sein. Deshalb stieg das Unternehmen Hobum Oleochemicals als Partner in das Projekt mit ein.

„Wir verwenden Naturfasern, etwa aus Hanf, Flachs oder Jute. Diese weisen im Vergleich zu Carbonfasern zwar geringere Steifigkeiten und Festigkeiten auf, die erreichten Werte sind für viele Anwendungen aber ausreichend.“
Ole Hansen, Projektleiter am Fraunhofer WKI

Wie bereits beim ersten Konzept der Leichtbautür für das Bioconcept-Car soll sich die leichte biobasierte Tür auf der Rennstrecke von Four Motors beweisen. Ihre Ursprungsversion wird seit 2019 in einer Kleinserie des Porsche Cayman GT4 Clubsport verbaut.

Die Produktion von Naturfasern ist kostengünstiger und umweltschonender als die bislang eingesetzten Carbonfasern. Naturfasern verbessern das NVH-Verhalten und weisen eine geringere Splitterneigung bei Unfällen auf.


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung, Springer Professional, Fraunhofer WKI, Porsche

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