Leichtbau auf den Punkt: Physikalisches Schäumen reduziert bei großvolumigen Spritzgussteilen Materialeinsatz und Bauteilgewicht und verbindet diesen Leichtbauhebel mit präziser Serienfertigung.
Das Unternehmen Engel Austria zeigt in diesem Jahr auf der Chinaplas die Fertigung eines Kleinkühlschrank-Gehäuses mittels Foammelt. Das Verfahren nutzt physikalisches Schäumen, um Materialeinsatz, Bauteilgewicht und Zykluszeit zu senken.
In der gezeigten Anwendung läuft die Produktion auf einer Wintex t-win 6500, einer 2-Platten-Spritzgießmaschine mit 6500 kN Schließkraft.
Verarbeitet wird ein PP-Compound mit 20 Prozent Langglasfaser. Das Teilegewicht beträgt 493 g, die Zykluszeit 62 Sekunden. Je nach Anwendung sind mit dem Verfahren Materialeinsparungen bis 40 Prozent möglich.
Beim physikalischen Schäumen wird Stickstoff oder Kohlendioxid in die Kunststoffschmelze eingebracht. Eine auf MuCell ausgelegte Schneckengeometrie verteilt das Gas gleichmäßig, sodass im Werkzeug der Kunststoff eine feine Zellstruktur erhält. So lässt sich die Menge an Material im Bauteilinneren gezielt reduzieren. Gleichzeitig entsteht ein steifes, maßhaltiges Formteil.
In der auf der Fachmesse präsentierten Zelle gleicht das Assistenzsystem iQ weight control Viskositätsschwankungen noch innerhalb desselben Schusses aus. In dieser speziellen Anwendung konnte so der Ausschuss um 37 Prozent reduziert werden. Ein integrierter viper 20 Linearroboter übernimmt das Handling.
Bild oben: Das mittels MuCell gefertigte Kleinkühlschrankgehäuse zeigt, wie sich durch physikalisches Schäumen Materialeinsatz und Bauteilgewicht reduzieren lassen, bei gleichzeitig stabiler Bauteilqualität.“ (Quelle: Engel)
Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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