Holz als Leichtbauwerkstoff für Mobilität und Bahn rückt in greifbare Nähe

Leichtbau auf den Punkt: Holzbasierte Hybrid- und Strukturkomponenten verbinden in Mobilität und Industrie geringes Gewicht mit CO₂-Bindung. Sie eröffnen Laubholz neue technische Anwendungen mit höherer Wertschöpfung.


Laubholz rückt in der Steiermark als Werkstoff für industrielle Leichtbau-Komponenten in den Fokus. Im Zentrum steht das Wood Vision Lab in Weiz, das seit rund zehn Jahren an Holz-Leichtbau für technische Anwendungen arbeitet. Auf der eigenen Website verweist das Lab zudem auf Anwendungen in Mobilität, Anlagen- und Maschinenbau sowie auf die Entwicklung kreislauffähiger Lösungsansätze für neue Hightech-Leichtbauanwendungen. Für den Fahrzeugbau und für die Bahntechnik werden dabei konkret Autoteile oder Komponenten für Zugfahrwerke genannt. Eine steirische Delegation war deshalb im März in Brüssel, um Überzeugungsarbeit zu leisten, so die Kronenzeitung.

Der Ansatz zielt dabei nicht darauf, mit Holz andere Werkstoffe zu substituieren, sondern auf das Optimieren hochbeanspruchter Hybrid- und Strukturkomponenten. Die Eigenschaften geringes Gewicht und CO₂-Bindung machen den Werkstoff zu einem Material mit industriellem Potenzial – auch gegenüber Carbon, Aluminium, Glasfaser, Stahl oder Kunststoff.

Für industrielle Anwendungen ist vor allem die Kombination aus Gewichtsvorteil, Verfügbarkeit von Laubholz und höherer Wertschöpfung interessant. Der Bericht aus der Steiermark knüpft das Thema auch an den Waldumbau: Künftig fällt mehr Laubholz an, das bislang häufig energetisch genutzt oder in der Zellstoffindustrie verarbeitet wird. Die neue Ausrichtung zielt darauf, diesen Rohstoff in technische Produkte mit höherem Funktions- und Marktwert zu überführen.

Damit verschiebt sich der Blick auf Holz im Leichtbau: weg vom Bauprodukt, hin zu strukturwirksamen Komponenten für Mobilität und Industrie. Das Forschungszentrum nennt dafür unter anderem biobasierte crashsichere und leichtgewichtige Materialien sowie hochbelastete Strukturkomponenten in Fahrzeugen als Entwicklungsfeld.


Quelle und weitere Infos: Online-Meldung MSN, KronenZeitung

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