Leichtbau auf den Punkt: Die Forschenden wollen ein leichtes holzfaserbasiertes Materialsystem entwickeln, das sich nicht nur für Möbel und Türen eignet, sondern auch in der Logistik Material sparen und Transportgewicht senken kann.
Wer Möbel oder Türen baut, sucht Materialien, die leicht, stabil und dauerhaft belastbar sind. An der Universität des Saarlandes entsteht dafür gemeinsam mit dem Unternehmen Homanit ein neues Materialsystem auf Basis wellenförmiger Holzfasern.
Grundlage ist ein Holzfasermaterial, das ähnlich wie Wellpappe in unterschiedlichen Wellenhöhen verformt werden kann. Dieses Material soll mit bahnförmigen Decklagen wie Holzfaserplatten verbunden werden. So will das Projekt ein sehr leichtes und zugleich stabiles Leichtbauelement entwickeln.
Das neue Materialsystem ist zunächst für Möbelindustrie und Türenbau vorgesehen. Darüber hinaus nennt der Projektleiter Prof. Hans-Georg Herrmann, Professor für Leichtbausysteme und Mitglied des Institutsleitungskreises am Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP, weitere Einsatzfelder in Logistik und Verpackung. Dort soll der Ansatz nicht nur Material sparen, sondern durch das geringere Gewicht auch den Energiebedarf beim Transport senken.
Das Projekt HoReLei (Entwicklung und Nutzung holzfaserbasierter, ressourcenschonender Leichtbauelemente) läuft über drei Jahre und startete am 1. Dezember 2025 am Lehrstuhl für Leichtbausysteme der Universität des Saarlandes in Kooperation mit der Firma Homanit. Es wird mit insgesamt 473.000 Euro aus dem zentralen Technologieprogramm Saar gefördert, davon fließen 273.000 Euro an die Universität des Saarlandes.
Bild oben: Grundlage für das neue Materialsystem ist ein wellenförmiges Holzfasermaterial. (Quelle: Universität des Saarlands)
Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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