Unterführung mit Textilbeton saniert

In der österreichischen Gemeinde Kundl ist eine Fußgänger-Unterführung mit Textilbeton saniert worden. Bei der Sanierung handelt es sich um ein Pilotprojekt des Instituts für Konstruktion und Materialwissenschaften der Uni Innsbruck und den Österreichischen Bundesbahnen, bei dem die Eigenschaften von carbonfaserverstärktem Beton in der Praxis getestet werden sollen. Dies berichtet der ORF auf seiner Website.

Die ÖBB-Unterführung in Kundl war in die Jahre gekommen und Streusalz hatte der Oberfläche zugesetzt. Der Textilbeton bildet eine Art Versiegelung. Die bestehende Betonschicht der Unterführung wurde dafür gereinigt und teilweise entfernt. Dann wurde eine dünne Schicht Beton aufgespritzt, ein Carbonfaser-Textilnetz eingebettet, eine weitere Betonschicht aufgetragen und glattgestrichen. Die Verarbeitung geht schnell, weil weniger Alt-Beton abgetragen werden muss und die neue Schicht dünner als eine herkömmliche Betonverstärkung ist.

„Wir setzen bewusst auf eine neue Technologie, um konkurrenzfähig und nachhaltig zu sein. Durch Textilbeton fällt die Sorge um möglichen Rost weg und die Lebensdauer verlängert sich, während der Aufwand für die Instandhaltung schrumpft“
Christoph Gasser-Mair, ÖBB-Pressesprecher Tirol

An der Unterführung wurden manche Bereiche konventionell saniert, andere mit dem Textilbeton. Dadurch soll ein Vergleich einfach möglich sein. Wenn das Material hält, was es verspricht, sind in Zukunft laut ÖBB auch weitere Textilbeton-Projekte denkbar.


Quelle und weitere Infos: ORF

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