Ergebnisse des Hack&Match: Rezyklate und Aluminiumschaum industrialisieren

Leichtbau auf den Punkt: Digitale Materialqualifizierung und optimierte Aluminiumschaum-Prozesse sollen zwei Hürden für nachhaltigen Leichtbau senken: lange Requalifizierungszeiten bei Rezyklaten und energieintensive Fertigung crashabsorbierender Leichtbaustrukturen.


Aus dem gemeinsamen Aufruf zum Hack&Match von ELCA und ERCI sind vier Lösungsansätze für nachhaltige Mobilität hervorgegangen: unter anderem ein digitales Verfahren zur schnelleren Requalifizierung von Post-Consumer-Rezyklaten und eine angepasste Prozessroute für Aluminiumschaum.

  • Bei Automotive-Innenraumteilen aus PCR-Polypropylen soll ein digitaler Materialpass die erneute Qualifizierung wechselnder Rezyklatqualitäten beschleunigen. Nach Angaben der Projektpartner lässt sich der Prozess damit von mehreren Wochen auf weniger als zwei Stunden verkürzen. Ziel ist es, schwankende Materialeigenschaften schneller zu bewerten und Rezyklate dadurch leichter in bestehende Entwicklungs- und Produktionsprozesse zu integrieren.
  • Der zweite Ansatz betrifft Aluminiumschaum für leichte, crashenergieabsorbierende Bauteile. Havel Metal Foam arbeitet an einer Prozessführung, bei der die Verarbeitungstemperatur auf rund 520 Grad Celsius sinken soll. Dadurch sollen Energiebedarf und Zykluszeit reduziert werden. Für die Industrialisierung von Metallschäumen ist das relevant, weil neben dem Bauteilgewicht auch Prozessaufwand und Fertigungskosten über die Einsatzfähigkeit entscheiden.

Die weiteren Hack&Match-Lösungen adressieren ebenfalls Ressourceneffizienz: Ein Ansatz soll beim Spritzgießen Energiebedarf und Treibhausgasemissionen reduzieren, ein anderer nutzt organische Reststoffe wie Kaffee- und Apfelabfälle für kompostierbare Materialien.


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

 

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